1. Startseite
  2. »
  3. 75 Jahre Brede –...

75 Jahre Brede – eine interessante Zwischenetappe

Unter dem alten Leitspruch Leitspruch:

. „Gebenedeit sei die Heilige Dreifaltigkeit und ungeteilte Einigkeit. – Lasst sie uns preisen, weil sie uns ihre Huld hat angetan.“

fand am 28. Juli 1925 die große Festversammlung statt, bei der Würdenträger vom Orden der Schulschwestern, der Kirche und der Stadt ihre Aufwartung machten.

Der Vormittag begann mit einem Festmesse (Hochamt, danach Levitenamt in der festlich geschmückten Bredenkirche statt. „Die aufbrausende Orgel wurde von der Ehrwürdigen Schwester Bernada gespielt.“ Rektor Dr. Kother, Rektor Holzapfel (Bad Driburg), Dr. Schumacher, Kaplan Tack wirkten mit. „Heiß quollen die Gebete, und süßer Weihrauchduft erfüllten den Gottes Haus„. Zur Aufführung kamen Musikwerke wie das Oratorium von Rheinberger und weitere Werke

Große Festsitzung am Vormittag

Interessant war der Festredner: Es war der geistige Jugendführer des 1919 gegründeten Bundes Neudeutschland, der Jesuit Ludwig Esch aus Köln. Dieser Verband war fortschrittlich und versuchte die kirchliche Jugend durch Bildung und Ansprache in die neue Zeit zubringen – weg von den Vorstellungen des Mittelalters. Der charismatische Festredner faszinierte alle mit markigen Worten wie: Dankbar rückwärts – Gläubig aufwärts – Mutig vorwärts! oder Deutsche. Jugend in allen deutschen. Gauen, bau auf, was das Schicksal zerschlagen! Es folgten viele Grußworte, darunter auch ein Beitrag vom Wert der Anstalten wie der Brede gegenüber der Amerikanisierung [d. h. über kulturelle Einfluss wie Musik, Tanz, film], die unser geistiges Leben bedrohe und das traditionelle behalten möge.

Festspiel am Nachmittag

Genoveva, ein Legendenspiel“ wurde als Standardstück Brede der letzten Jahre zur Aufführung gebracht.

Man wünscht dem Institut Hohen wissenschaftlichen Geist und vielgestaltigen Regsamkeit.

Quelle:
  • Brakeler Anzeiger v. 1. und 2. August 1926