Mittelalter und frühe Neuzeit

Mittelalter

Die Ersterwähnung Brakels geschieht im Zusammenhang mit der Überführung der Gebeine des Vitus nach Corvey. Brakel ist Dekanatssitz, bekommt eine mächtige Kirche, zwei Klöster und die Edelherren und adlige Herrschaften halten Brakel in Besitz zur Stadtgründung 1236. Brakel erlebt für gutes Jahrhundert eine Blütezeit mit dem Handel von Bier, Tuch, Pelzen und Getreide. Brakel, Höxter und Paderborn bilden ein Bündnis mit dem großen Schutzbrief, die  Zeit als Hansestadt bringt den Aufbau der historischen Stadt mit sich.  

Das Rathaus und eine gehobene Bürgerschicht regieren die Stadt. Ab 1350 kommen Krisen, Pest und Seuchen in die Stadt und die Stadt wird zu einer kleinen Provinzstadt.     

17./18. Jahrhundert

Der dreißigjährige Krieg hat dramatische Folgen für die Stadt. Brakel liegt im Aufmarschgebiet und Durchzugsgebiet der Kriegsparteien. Lieferungen von Nahrungsmitteln,  Plünderungen und Besetzung wechseln sich ab. Der tolle Christian ist 1622 in der Stadt, bevor er in Paderborn sich des Liborischreins bemächtigt. Die Brede wird 1634 von den Hessen niedergebrannt. Um diese Zeit entsteht die Sage von der Errettung der Stadt durch den Hl. Michael. Auch der Siebenjährige Krieg bringt Leid und Verfolgung. Das Fürstbistum Hochstift brachte auch Wohlstand und Kunst mit sich, verhinderte aber neue Entwicklungen und Anschluss an die Neuzeit.