19. Jahrhundert

Mit dem Ende des Fürstbistums Hochstift 1803 wird Brakel für ca. 30 Jahre Kreisstadt. Es geht voran: die alten vier Stadttore werden abgerissen, die Bausteine dienen der Befestigung der Straßen. Brakel hat 2.500 Einwohner. Das kirchliche Vermögen findet neue Eigentümer.

Doch die Hoffnungen auf schnelle und notwendige Änderungen erfüllen sich nicht. Überlagert durch eine Zeit von Wetterturbulenzen und Erntekrisen wird alles schwieriger. Viele Personen wandern aus.  

Um 1850 bekommt Brakel eine Synagoge für die eigenen jüdischen Gemeinde und die evangelischen Christen sind mit den Preußen vermehrt ins Land gekommen.   

Erst mit dem Eisenbahnbau der Strecke Holzminden- Altenbeken kommt wieder Bewegung in die Stadt. Die Stadt wächst über den Stadtkern hinaus und entwickelt sich zögerlich. Erst mit der folgenden Industrieansiedlung stabilisiert sich die Lage.     

Am Ende des Jahrhunderts, mit dem Rückenwind des neuen Kaiserreichs, schaffen Bürgermeister und Rat neue Strukturen. Ein Zeichen des Aufbruchs bildet auch die Gründung des „Verschönerungsvereins Brakel“ im Jahr 1894, der einem breiten Personenkreis umfasst und sich touristischen Dingen widmet wie dem Kaiserbrunnen oder der Gestaltung von Plätzen in der Stadt.