20. Jahrhundert
In der Bilanz ist die das Jahrhundert der Turbulenzen und Brüche, aber auch des tiefgreifenden Wandels zu einer neuen Modernität der ganzen Stadt.
Die wirtschaftliche Struktur erhält enormen Auftrieb durch die Industriebetriebe wie Möbel, Metallverarbeitung. Die Infrastruktur wird ausgebaut. Große Pläne zur Stadtveränderungen in der Kernstadt werden durch den Ersten Weltkrieg gebremst. Sie kommen auch nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr zum Tragen, sonst gäbe es keine historische Kernstadt mehr.
Der Erste Weltkrieg und die Weimarer Republik bringen dramatische Wechsel mit sich. Die Gesellschaft wird geprägt durch politischen Extreme. Mit wechselnden Regierungen versuchte man den Problemen zu begegnen. Das Scheitern der Demokratie wurde der Nährboden Hitlers.
Der Zweite Weltkrieg beginnt mit erfolgreichen Blitzkriegen in Polen, im Westen und Norden Europas. Der Russlandkrieg wird als Vernichtungskrieg geführt gegen den Bolschewismus und ist bereits nach wenigen Wochen aussichtslos. Die Verbrechen gehen weiter und die Verstrickung der Soldaten und Zivilisten in Deutschland wird immer stärker. Der Historiker Götz Aly (Buch 2025: Wie konnte das geschehen?) sieht darin, wie ein Feindbild und die Furcht vor dem Gegenschlag die Deutschen vereinigt und bis zuletzt in blinder Furcht vor dem Zusammenbruch des Systems verbindet. In den Kämpfen der Alliierten auf deutschen Boden von Sept. 1944 bis Mai 1945 verlieren Hunderttausende ihr Leben im Bombenkrieg und in den Kampfhandlungen.
Mit den Alliierten und der demokratische Verfassung 1949 stellt sich die Gesellschaft auf eine neue Grundlage. Die Nachkriegs-Herausforderungen sind enorm: Tausende von Ostvertriebenen müssen aufgenommen werden, die Ackerbürgerstadt mit über 50 Höfen im Stadtkern muss zu einer modernen Wohn- und Geschäftsstadt werden. Das Wirtschaftswunder bringt enormen Fortschritt mit sich und weitere Veränderungen. Brakel wird Zentrum eines weiteren Umfeldes. Schulen, Krankenhaus und weitere Dienstleistungen erhalten eigene Areale in der Stadt. Brakel wird eine moderne selbstbewusste Kleinstadt.
Folgende Beiträge sind hier zu finden:
- Einee neue Stadtstruktur entsteht (hier)
- Zur Zeit der Weimarer Republik 1918-33 in Brakel (hier)
- Die NS-Zeit, der Nationalsozialismus in Brakel 1933-45 mit mehreren Beiträgen (hier)
- Das Kriegsende, Flüchtlinge aus den Ostgebieten. u. a. (hier)
- Die Bodenreform um 1950 und ihre Auswirkungen in Brakel und im Kreis Höxter (hier). Der Link führt auf die Webseite „brakel–agrar„.
- Der Wandel der Landwirtschaft in Brakel nach dem Krieg: Von der Ackerbürgerstadt zur moernen Kleinstadt (hier). Der Link führt auf die Webseite „brakel–agrar„.
- Brakel 1965, Kleinstadt 4. Ordnung (hier)
- Brakel im Städteatlas 1975 (hier)
- Die Gebietsreform von 1975 – Brakel wächst von 9 auf 14 Ortsteile (hier)
- Nato-Luftverteidigung und Manövergebiet 1957-1993 (hier) mit Doppelagent Michael Holzach 1980 in Hainhausen (hier)
