Zeit der Weimarer Republik
Allgemeine Entwicklung
Die Weimarer Republik 1918-1933 war eine schwierige Zeit. Galt es doch eine Republik mit demokratischer Regierung zu bilden. Eine Vielzahl von Parteien und kampfbereite Sozilisten machten das Regieren schwer. Es gab Aufbrüche wie das Frauenwahlrecht, die Währungsreform, in der Bildung und viele aufstiegswillige junge Mneschen.
Am schlimmsten waren die Nachwirkungen des Friedensvertrages von 1918. Sie erschwerten eine normal wirtschaftliche Entwicklung und in der Weltwirtschaftskrise brachten Hoffnungen wieder zusammen. Die hohe Arbeitslosigkeit war 1932 noch nicht überwunden. Deutschland hoffte auf ein Wunder und besinnt sich auf glorreiche alte Zeiten.
Ereignisse in Brakel
1918 Die Frau des Rechtsanwalt Josef Temming ist zweite Vorsitzende im Arbeiter- und Soldatenrat 1918.
1922 Zwei die Notgeldscheine der Stadt zeigen antijüdische Inhalte. Niemand nimmt Anstoß daran, die Gesellschaft toleriert die Anspielungen (hier).
Das Zentrum, die Partei der konservativen Katholiken, grenzte sich scharf ab zu Sozialdemokraten. In der Krise wird überlegt, ob überhaupt noch weltliche und kirchliche Feste gefeiert werden können. Trotzdem wird die Elfhundert-Jahrfeier Brakel 1929 groß gefeiert (hier).
Die wirtschaftliche Notlage ist erschwert durch das Ende der Zuckerfabrik Brakel 1928, ebenso die Chemischen Werke. Die Ziegelfabriken arbeiten reduziert. Die neue Klammerfabrik (Holzverwertung) ist nur begrenzt aufnahmefähig. Die Stadt versucht mit Bauvorhaben die Not zu lindern, z. B. der Bau der Stadthalle und Kriegerehrung 1925, der Badeanstalt 1927. Straßenbau, Kanalisation und Kleinsiedlungsprojekte wie die Bebauung Bohlenweg, Nieheimer und Ringstraße werden auf den mühsamen Weg gebracht.
