Stadtmuseum Brakel
im November 1997 wird das Stadtmuseum im Obergeschoss des Haus de Gasten Am Markt 5 eröffnet
Die Sammlung und Präsentation fand ihren Platz im zweiten Obergeschoss im Haus des Gastes, das als historisches Ackerbürgerhaus 1980 in städtische Nutzung kam. Im Lauf der Jahre hatte sich ein kleiner Fundus gebildet mit Exponaten aus Schulen, Verwaltung und von privater Seite (t. B. Familien Böger Neustadt und Tubbesing). Den Ausschlag gab letztlich die Übernahme der umfangreichen Sammlung Walter Kreimeyer, der im eigenen Haus an der Ostmauer das Ückernmuseum aufgebaut hatte.
Auch inhaltlich und thematisch war ein solcher Ort angemessen für eine Stadt wie Brakel, die, mit reichem Urkundebestand ausgestattet, die wechselvollen Zeiten selbstbewusst überlebt und mitgestaltet hatte.
Zur Vorgeschichte
Das kulturelle Interesse ist groß, eine Reihe von Schriften (Hefte und Faltblätter) und Veranstaltungen sind erschienen. Fachleute aus Münster sehen Bedarf, aber auch nüchterne Betrachtung der Nachfrage.
Mit dem Verkauf des Hauses Legge und dem Erwerb durch die Stadt 1991 kam das Haus als Ort für das Museum ins Gepräch. Nähere Überlegungen bis 1997 werden vorgenommen unter dem Blickpunkt Fördermöglichkeiten. Das Projekt kommt nicht zum Tragen.
Erste Präsentation
1997 (Januar): Erste Präsentation und Empfang für Träger, Sponsoren und Interessierte im Haus des Gastes. Stadt und Rat unterstützen das Projekt. Geldbeträge sind eingeworben und vom Heimatverein kommt ein erheblicher Betrag der knapp 50.000 DM. Der Fachmann für Museumspädagogik Dirk Brassel, ist bei der Stadt angestellt ist und wird den Aufgabenbereich Stadtmuseum übernehmen.
Die Eröffnung
Am 12. März 1997 findet die große Eröffnung statt. Die Begeisterung über das endlich erreichte Ziel ist bei Allen zu spüren. Die Ausstellung umfasst Texttafel auf Stellwänden und Vitrinen oder Gegenständen. Neben den vielen erwähnenswerten lokalen Aspekten wird auch an die Bedeutung für Sinnstiftung und Identität in einer sich globalisierenden Welt erinnert.
Die Veranstaltung finden großen Nachhall in der Lokalzeitung und in weiteren Veröffentlichungen. Hervorgehoben sei der Beitrag von Dirk Brakel im Jahrbuch des Kreises Höxter 1997, S. 139-147 mit dem Titel „Drei Dachböden in Brakel: Ein Stadtmuseum entsteht!“ (hier)
