Die Nethe, Epos in 400 Versen von Ed. Franke
„Nethe und Nethegau Aus dem Nachlass Eduard Franke, bearbeitet durch Th. Fr.“; Teile 1, 2, 3
Quelle: Brakeler Anzeiger, 1929 vom 11.03, 13.03 und 15.03.1929
In eigenen Worten: Der Nethefluss auf dem Weg von der Quelle in Neuenheerse bis zur Mündung in die Weser bei Godelheim. Ein Spiegel von Landschaft, Dörfern und Territorialgeschichte, von Klöstern, Adel und Bürgern.
Das Versmaß ist ein vierhebiger Daktylus (vierhebig) mit Schluss Trochäus, Schema = Xxx Xxx Xxx Xxx Xx
Die beschreibenden Landschaftsverse und geschichlichen Beiträge erzeugen besondere Wirkung, Stimmung und Tiefe.
Beispiele für die Verse
- Unweit von Erkeln liegt das Dorf Beller, ein kleines, doch blühendes Örtchen,
Dessen reiche Gemarkung der Nethefluss günstig bewässert.
- Siddessen sodann durchfließet die Nethe im restlosen Laufe,
Wo sie die Oese verschlingt und mählich ein Fluss ist geworden.
- Feierlich ziehen zum Fest von Peter und Paul die Brak’ler
Gläubigen Sinnes in Prozession zu jenen drei Linden.
- Erkeln alsdann berühret die Nethe im weiteren Lauf,
Wo durch häufigen Regenfall mancherlei Bäche sich bilden.
- Godelheim folget als bald, der Endpunkt des Laufes der Nethe,
Sämtlich im Laube versteckt von Ost- und anderen (sonstigen) Bäumen.
Ein Schlussteil widmet sich den Säuerlingen, den Heil- und Quellwässern im Netheraum
- Bildend in jenem östlichen Tore des heimischen Gaues
Noch ist zu melden von anderen Quellen im Grunde der Nethe.
