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Aus den Aufzeichnungen von Ed. Franke zu den hiesigen Sagen

Der Autor Joseph Gotthardt nimmt Bezug auf die westfälische Altertumsforschung, die um Vollständigkeit der Epochen bemüht sei. Dennoch hätten sich „manche irrige(n) Ansichten über die graue Vorzeit und nähere Vergangenheit“ eingeschlichen und es sei hilfreich „manches Unveröffentlichte der Kenntnisnahme“ zu übergeben. So verdienten die “Aufzeichnungen eines gewissen Franke aus Brakel über Brakel und seine Umgebung“ besondere Beachtung, auch wenn sie nicht der „völlig einwandfreien etymologischen und kulturhistorischen Forschung“ entspringen.

In zwei Zeitungsbeiträgen werden zahlreiche Sagen des Brakeler Landes genannt.

Einige Aspekte daraus:

Die Hünensagen seien die älteste Überlieferung im hiesigen Raum, sie stammten auch der Zeit der Völkerwanderung. Die Sachsen brachten den Ackerbau und die Felderwirtschaft mit sich und sie teilten das Land den Menschen nach ihre Verdiensten zu.

„Brakel hat vor allen anderen Städten des Sachsenlandes eine vortreffliche Lage. Dieses Tal bekam also ein Vortrefflicher, ein Starker, ein Held. Daher der Name Brecal,  d. i.„Brech alles“. – Anmerkung (d. Verf.): Diese Namensdeutung ist in der Forschung nicht weiter zu finden.

Es werden mehrere alte Höfenamen und Namen von Personen wiedergegeben.  

Im zweiten Teil werden Flurbezeichnungen und Wüstungen beschrieben, vorwiegend im Bereich zu Grenzregion Corvey. Die Namen Pfeifengrund und Schlangengrund bei Feldtekansen seien auf eine alte Wasserleitung zurückzuführen. Geschichten aus Altenbergen, Istrup, Modexen, Jungfernstein u. a. werden wiedergegeben.

Der zweite Beitrag endet mit der Bemerkung: Soweit Franke’s Aufzeichnungen, die teils wohl als Kuriosum zu nehmen seien, aber eine Bedeutung für den Geschichtsinteressierten hätten.

Quelle: Brakeler Anz. v. 31.01.1914 und v. 03.02.1914