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Der Kulturkampf, der Konflikt zwischen dem Kaiserreich und der katholischen Kirche

Das 1871 neu gegründete Dt. Kaiserreich war konfessionell geprägt durch die evangelischen-protestantische Kirche und Kanzler Bismarck als Gegner der Katholiken.
Die neue Staatsraison sah auch die konsequente Abschaffung alter kirchlicher Vorrechte vor. Und solche gab es im westfälischen Bezirk in Form der der geistlichen Schulaufsicht. Eine Reihe von Gesetzen regelte die neue Lage wie die Schulaufsicht (1872), die Mai-Gesetze 1873 zur Ausbildung und Stellenbesetzung, das Klostergesetz 1875 und die Sozialistengesetze von 18778.

Die katholische Kirche, gestärkt durch die 1870 gegründete katholische Zentrumspartei, kämpfte um den Erhalt der Privilegien und der Eigenständigkeit der Kirche. Das führte zu heftigen Auseinandersetzungen. Es wurden die Bischöfe in Paderborn und Münster in Haft genommen und abgesetzt. 1874 wurde Pfr. Wille u. a. beschuldigt, gegen den Kanzel-Paraph verstoßen zu haben. Politische Inhalte (Verbreitung von Unwahrheiten) waren verboten und führten zu 2 Monaten Festungshaft. Vgl. Brakeler Anzeiger v. 23.06.1874..
Die katholischen Privatschulen wie die Brede in Brakel wurden drangsaliert. Erst 1880 entspannte sich die Lage, als der neue Papst Leo XIII einlenkte.