Der Schulneubau von 1927
Mit dem Rundturm und zwei großen Flügeln macht die Schule Brede einen großen Schritt. Das Oberlyzeum der Armen Schulschwestern erhält einen Institutsneubau. Der Bauplan (Aufriss) ist in der Zeitung veröffentlich. Architekt ist ein Herr Strato, der bei der feierlichen Einweihung am 17. Nov. 1927 anwesend war.
Hier die Teile mit Hinweisen zur Nutzung:
- Anordnung
Die Lage der Gebäude folgt dem alten Straßenverlauf und muss Anschluss bilden an die große Turnhalle (neben Duchgangsbogen) und Altgebäuden. - Rundturm
Der große Rundturm besitze eine Empore und das Portal- und Treppenhaus für beider Flügel. Die große Treppe führt auf das Dach mit der Besucherplattform. Im Erdgeschoss ist die Portierloge. - Schulneubau (linker Flügel) mit Schulleitung, Lehrerzimmer und Klassenzimmern einschließlich Physik- und Laborraum. Darüber das biologische Kabinett und ganz oben Handarbeits- und Zeichenraum
- Pensionatshaus (rechter Flügel) mit Studiersälen, Wohnzimmer, darüb3r die Schlafräume und oben die Aula
- Kellergeschoss
mit Lehrküche, Badezellen und Zentralheizung
Die Feier
Ein Festgottesdienst in der Anstaltskirche mit vielen Zelebranten einschließlich des Domkapitulars Gabriel in Vertretung des Bischofs von Paderborn, Pfarrer Grüne, dem Rektor Dördrechter und anderen beginnt der feierliche Tag mit vielen Gästen. Darunter auch Gräfin Bocholtz-Asseburg von der Stifterfamilie und dem ev. Pfarrer Berthold. In einer Prozession zieht die Menge zum Institutsneubau, wo im großen Rundturm weitere Feierlichkeiten mit viel Musik stattfinden, die in der besonderen Akustik gut zur Wirkung kommen. Schließlich dann ein weltlicher Festakt und die freie Besichtigung der Anlage. Die Festredner drücken ihre Hochachtung aus vor den erzieherischen Leistungen der Brede und und wünschen der Einrichtung eine gute Zukunft.
Quelle
- Brakeler Anzeiger v. 23.11.1927: Die Einweihung des Schul- und Pensionsbaues auf der Brede
