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Jüdische Familiennamen in Brakel 1808-1825

In Brakel entsteht um 1800 eine stabile jüdische Gemeinde mit etwa 15-20 Familien bzw. Haushalten, die über viele Jahrzehnte im Leben der Stadt präsent ist. Den Familiennamen sind später oft zwei und drei Haushalte zugeordnet. Ein mittlerer jüdischer Haushalt umfasste 5 bis 8 Personen, Damit ergeben sich etwa 100 – 200 Personen. Der jüdische Bevölkerungsanteil wuchs mit der Bevölkerung und lag ziemlich konstant bei ca. 5-7,5 %.

Die neuen Familiennamen orientieren sich vornehmlich an geografischen Lagen in der Umgebung von Brakel. Es sind diese Namen:   

  • Dalberg
  • Flechtheim
  • Hakesberg (Erkeln)
  • Heineberg
  • Heinemann
  • Frohsinn
  • Katz (in Erkeln zweimal)
  • Königheim (Erkeln)
  • Liebenberg
  • Lilienthal
  • Lobbenberg
  • Löwenberg (ab 1850)
  • Löwenstein (in Frohnhausen)
  • Nordheim
  • Ostheim
  • Rose (ab 1850)
  • Scheideberg (Erkeln)
  • Sommer
  • Stein (Stern?)
  • Sudheim
  • Weiler

Durch die freie Ortswahl der Juden ab 1808 sind anfangs zeitweise auch weitere Namen vertreten wie Adler, Katzenstein, Klucke, Löwenstein, Nethe, Steinberg, Stern und Winkler.

Später kommen weitere gewerbetreibende Familien in Brakel hinzu wie

  • Buchthal
  • Lefebre
  • Löwi
  • Meinberg
  • Rothenberg
Nach Quellen und Literatur
  • Haushaltsliste der jüdischen Gemeinde Brakel 1808–1813
  • Zivilstandsregister der Juden Brakel (1811–1813) und weiter bis ca. 1825
  • „Judentabellen 1812“ (Subskriptionslisten für Wehrpflicht)
  • Ursula Olschewski (Hg. 2021): Verzeichnis der von den Juden des Königreichs Westphalen angenommenen Familiennamen. Materialien der Historischen Kommission für Westfalen, Band 18