Jüdischer Friedhof
Der Friedhof in der Straße „Am Hembser Berg“ wurde um 1850 angelegt und von 1854 bis 1949 genutzt. Eine Vorgängereinrichtung war im Bereich Klöckerstraße (heutge Grundschule) vorhanden. Auf dem jüdischen Friedhof sind ca. 230 Grabsteine erhalten und erfasst. Bei der Zerstörung in der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Friedhof stark verwüstet und erst in den späten 1950er Jahre wieder würdig hergerichtet.
Die Tafel am Eingang trägt die Inschrift: „Friedhof der jüdischen Kultusgemeinde Brakel, belegt von 1859-1949“. Nach jüdischem Ritus müssen die Gräber erhalten bleiben bis zur leiblichen Auferstehung beim Jüngsten Gericht.
Am Eingang weist eine weitere Gedenktafel auf die im Nationalsozialismus ermordeten Personen hin: „Durch Einwirkungen nationalsozialistischer Verfolgungsmaßnahmen gestorben“ Die Tafel enthält 35 Namen.
Literatur
- Bernhard Junker: Zur Geschichte des jüdischen Friedhofs in Brakel. In: Brakel 729-1229-1979, S. 294-298
- pdf-Datei „Jüdischer Friedhof in Brakel“, eine Dokumentation der Grabinschriften mit Fotoaufnahme der Grabsteine. Stadt Brakel 2005
