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Rebbert: Christenschutz und Distanz zu Juden 1876

Priester

Prof. Dr. Joseph Rebbert aus Winterberg (1837-1897) gibt mit Unterstützung des Paderborner Bischof Konrad Martin zahlreiche antijüdische Schriften heraus, die gewisse Vorurteile gegen die Juden auflisten und so dem Antisemitismus Vorschub leisten, z. B.

  • Christenschutz – nicht Judenhatz. Paderborn 1876, Bonifatius Paderborn.
    Ein Volksbüchlein. Als PDF-Dokument der uni-muenster im Internet.
  • Blick in das Talmudische Judenthum – Nach Forschungen von Dr. Konrad Martin (Bischof von Paderborn) dem christlichen Volke enthüllt. Paderborn 1876 [1]

In dem Volksbuch mit 82 Seiten sieht der Autor die Veranlassung darin, dass es zahlreich jüdische Journalisten in der öffentliche Presse gibt und christliche Standpunkte se schwer haben. Es werden Lagebeschreibungen aus dem Elsass und anderen Orten hervorgeholt. In der Schlussbemerkung ruft er dazu auf, keine Feindschaft und Hass zuzulassen, sondern sich vor allem und die Mit-Christen zu halten und die Juden ihren Weg gehen zu lassen..

Anmerkung
[1] Konrad Martin (1812-1879), Bischof von Paderborn 1856-1875, spielte auch im Kulturkampf eine wichtige Rolle. Er setzte die Maigesetze von 1873 nicht um, die die Eigenständigkeit der Kirche brechen sollte im schulischen und kulturellen Bereich. Er wurde 1874 zu einer Geldstrafe mit längerer Haft verurteilt (u. a. in der Zitadelle von Wesel) und 1875 abgesetzt.