Spender der Stationen Kreuzweg 1928

Stationen Kreuzweg St. Michael Brakel – Mit Ergänzungen in der rechten Spalte
| Station | Spendende | Bemerkungen und Information aus Adressbuch Brakel 1929 |
| 0 | Erste Tafel mit Text vorweg und Namen der Spender | „Die Bilder des Kreuzweges wurden im Jahr 1928 von dem Maler Wilhelm Lauterbach aus Münster auf Kupferplatten gemalt und von folgenden Mitgliedern der Gemeinde St. Michael gestiftet“. Hinweis: Der neue Kreuzweg mit Doppelzweck, auch dem Gedächtnis der Gefallenen (vgl. Zeitungsartikel von 1928). |
| 1 | Sanitätsrat (Karl) Köring | Dr. med., Karl Köring, Augenarzt, Thystr. 12. Später Carl Wilhelm Rox |
| 2 | Parensen und Böger | Johannes Parensen (Kfm.) und Karl Parensen (Rentner), – Textil-Kaufhaus Parensen, Hanekamp 1 Böger, Bernhard, Landwirt, Osth. Str. 12 (heute Rox-Bierbrunnen) – bzw. Böger, Peter, Landwirt Neustadt 27 |
| 3 | Jungfrauen-Kongregation | Einer von vielen Vereinen und Gruppierungen der Kirche. Diese konnte sich bis 1941 der Gleichschaltung widersetzen (vgl. StChr Brakel). |
| 4 | Wwe. Rektor (Josef) Ewald | Antonie Ewald, Wwe. von J. Ewald (1858-1927, Rektor 1894-1920), – – – Thystr. 8. Das Haus: ist ca. 1895 erbaut von Katasteramtsleiter Kinkel |
| 5 | H(ermann) Günther Lehrer a.D. | Hermann Günther, Konrektor i. R. – Wohnhaft lt. Adressbuch: Kirchplatz 8 (Pfarrhaus) |
| 6 | Fam. (Friedr.) Multhaup | Kataster-Obersekretär i. R. Friedrich Multhaup – Schützenstr. 19 (einzeln stehendes Backstein-Hau links) |
| 7 | Wwe. (Elisabeth) Meyer | ? |
| 8 | Lehrpersonen der Volksschule | |
| 9 | W(ilhelm) Elberg | Wilhelm Elberg, Gärtnereibesitzer, Thystr. 17 und Nieheimer Str. |
| 10 | Schützenverein | Oberst Carl Schulze, Dechant A. Glunz *) – Zum Gedenken an die gefallenen Schützenbrüder |
| 11 | Schützenverein | – “ – |
| 12 | Frl. Maria Niemann | ? |
| 13 | Mütterverein | |
| 14 | Familie (Franz) Thöne | Franz Thöne, Schmiedemeister, Warburger Str. 13 |
Anmerkungen
*)
Zu Schützenverein: Laut Vorstandsbeschluss vom 30. Sept. 1929 mit Überweisung an „Herrn Pfarrer Dechant Grüne übermittelt“. Der Betrag für die zwei Tafeln lag bei 400 Reichsmark (heute ca. 1.500 EUR. Freundlicher Hinweis von Herrn Udo Kleinschmidt v. Feb. 2026
Sowie Artikel im Brakeler Anzeiger v. 29.08.1928:
„Die Erneuerungsarbeiten in der Pfarrkirche zu Brakel. Von Prof. Dr. Fuchs, Paderborn. Wilhelm Tack (Vikar Brakel 1924-1929) ist als Mit-Gestalter ausdrücklich genannt.
Hinweis zu Maler Wilhelm Lauterbach
Es gibt nur wenige Hinweis. Zu den Bilder ist zu sagen, dass sie im traditionellen Stil, mit vortretenden ausdrucksvollen Personen gemalt sind, nur schwach stilisiert (Jugendstil) und mit klarer, aber zurückhaltender Farbgebung gestaltet sind. Hinweise auf Personen mit jüdischen Überzeichnungen, wie in dieser Zeit üblich, finde ich nicht (d. Verf.).
