„Unterm Hakenkreuz“ – Film des LWL Münster 2025
– Westfalen 1933-1945 im Amateurfilm –
Der Film des LWL Münster „Unterm Hakenkreuz“ wird 2025, im Jahr des Kriegsendes von 80 Jahren, mehrfach öffentlich gezeigt. Auch in Brakel durch den Heimat- und Museumsverein. Der Film ist auch im Internet hinterlegt zum Anschauen (hier).
Es handelt sich um einen Zusammenschnitt aus vielen Amateurfilmaufnahmen der Jahre 1933-45. Ein Booklet dazu ist ebenfalls erschienen (hier).
Der Film enthält eine Einführung und diese Abschnitte/Zwischentitel
- 1 Privates Glück
- 2 Urlaub mit KdF (Organisation Kraft durch Freude)
- 3 Volks-Feste
- 4 Nationalsozialistische Feiertage
- 5 Die Partei marschiert
- 6 Leben auf dem Lande
- 7 Soldaten der Arbeit (Reichsarbeitsdienst)
- 8 Jugend im Nationalsozialismus – mit Landjahrlager-Bezirkstreffen im Teutoburger Wald
- 9 Mit der Kamera an der Front (im Kriegsgeschehen bzw. ‚in der Etappe‘
- 10 Der Krieg in der Heimat (mit Flugabwehr, Zerstörung nach Luftangriff)
Es wird herausgestellt, dass das Volk durch die allgegenwärtige Propaganda auf die Seite des Nationalsozialismus und auf die neue Volkskultur herangeführt wurde. Die Volksgemeinschaft und der Führerkult der Zeit stehen im Mittelpunkt der Propaganda, aber auch auch der ausgewählten privaten Filmausschnitte.
Die dunkle Seite der NS-Staates wie Repression, Verfolgung und Verbrechen werden nicht angesprochen, auch nicht der Unwillen die Unzufriedenheit mit der Politik. Auch nicht die Pogromnacht 1938 mit der Schändung der Synagogen, was bekanntermaßen auch privat filmisch festgehalten wurde. Auch das Verhalten der Kirche wird nicht thematisiert, die unter den Repressionen verstärkt ab 1936/37 zu leiden hatte.
Die Filme erwecken den Eindruck der Volksverführung aller Menschen, wofür es dann ja keine individuelle Schuld geben kann. Wobei es ja auch mutige Distanziertheit gab und Dissens bis zum Widerstand gegen die nationalsozialistische Politik .
