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Die Siedlung Emde

Die Emde liegt im eh. Gutsbezirk Hinnenburg, der im Westen an Bad Driburg (Alhausen) und Nieheim (Erwitzen) grenzt. Der Emder Bach, heute ein Naturschutzgebiet, bildet die Grenze zu den Waldungen des Gutes von der Borch in Holzhausen.   

In dem sonst engen Tal entstand auf der Waldinsel „Helleweide“ kleine eine Siedlung, die sich in Verbindung zu einer Ökonomie (privater gutsbetrieb) entwickelt hatte.

Grundlage der Entwicklung bildete die Glashütte Emde von 1727 bis 1879, die das Vorrecht hatte, feines Glas mit Verzierungen (Pokale etc.) herzustellen. Der Holzreichtum der Umgebung war so groß, dass die Hütte über 150 Jahre bestehen konnte. Pächter waren Wiegand, Gundelach, Ihmsen (Imbsen), Becker u. a.   

Die Siedlung bestand aus mehreren Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, darunter auch eine Gastwirtschaft. Ab den 1990er Jahren waren nur noch wenige Häuser bewohnt, dann erfolgte der Abriss der meisten Gebäude im Jahr 2025. Nur das in den 1980er Jahren errichtete Fachwerk-Ferienhaus blieb erhalten.

Das Wegkreuz von 1723 erinnert ebenfalls an den Ort. Es wurde 2005 er neuert von  den Privatpersonen Elberg, Hoblitz, Rokus und Sievers.

An der Fußgängerbrücke über den Emder Bach befindet sich ein alter Schnadstein, der ursprünglich auch die Wappen der Familien von der Asseburg und von der Borch zeigte. Die Brücke wurde 1993 von der Jugendfeuerwehr und 2024 erneut instandgesetzt und ist angrenzend mit einer Ruhebank (Liegebank) ausgestattet, die den Blick nach Südwest ermöglicht.

Von einem der letzten Bewohner, Josef Stamm, ist dieses Gedicht überliefert:

  • „Fern dem lauten Weltgetriebe
  • Lieblich in des Waldes Tal,
  • Lindenkronen wölben mächtig,
  • Und des Bächleins Silberstreif – Spielgelt sich im Sonnenstrahl.
  • In der gold‘nen Sommerhöhe kreist der Bussard.
  • Welche Pracht! Schaufler, Keiler, Fuchs und Rehe sagen sich hier gute Nacht.
  • Friede, welch geheimes Wesen, es lagert über Wald und Flur.
  • Darum kann man hier noch lesen in dem Buche der Natur.“
Literatur

Informationen zur Glaskunst der Emde (hier)