Familie Weiler
Familie Weiler kam erst 1824 nach Brakel. Sie stammt nach eigenen Angaben aus Bayern und wurde dann in Peckelsheim ansässig. Die drei folgenden Generationen haben viele Spuren hinterlassen in der jüdischen Gemeinde, aber noch mehr im gesellschaftlichen Leben von Brakel. Aus der vierten Generation gibt es Überlebende des Holocaust, darunter Dr. Karl Weiler (1904-1988), der als Jurist eine gelungene Ausbildung absolviert hat und dann – den politischen Umständen 1933 geschuldet – in die Firma Weiler-Heineberg-Flechtheim AG eingetreten ist. Ihm gelang die Flucht 1937 nach Baltimore USA. Er hinterlässt seine Lebenserinnerungen dem New York Holocaust-Museum mit schriftlichen und mündlichen Beiträgen sowie einer Objektsammlung. Siehe „Carl and Mina Weiler Papers“.
Sein Bruder Hermann Weiler (1870-1936), Mitinhaber der Firma WHF AG, ist noch gesondert darzustellen aus anderen Quellen, ebenso wie die Weiler’schen Erben.
- Familie Dr. Karl Weiler: Heft der Brakeler Schriftenreihe Nr. 28 (hier)
Bei der feierlichen Stolpersteinverlegung vor dem Haus Am Gänseanger 5 waren die beiden Töchter Judy Gartner und Susan Oberfeld aus den USA anwesend. - Die Haushaltsauflösung 1936 des Wohnhauses ist ein interessantes Zeitdokument (hier)
