| Jahr | E r e i g n i s |
| 1902 | Neubau des Hospitals bzw. Krankhaus St. Vincenz in der Ostheimer Straße |
| 1905 | Neubau des Hospitals (im Stil der Neorenaissance) im Klosterbezirk des Kapuzinerklosters, später großes Krankenhaus |
| 1907 | Kaisermanöver in Auenhausen. Königlicher Marstall beim Bahnhof Brakel (auf dem Gelände der Herren Heineberg) |
| 1908 | Gründung der Landwirtschaftlichen Winterschule am Gänseanger durch die Stadt Brakel. Später Übergang an den Kreis. |
| 1909 | Fa.
Westfälisches Metallwerk Franz Schneider aus Iserlohn in der Nieheimer Str. |
| 1912 | Bau der Evangelischen Auferstehungskirche in der Bahnhofstraße im neugotischen Stil |
| 1913 | Kaiser-Jubiläumsjahr mit mehreren Veranstaltungen und Eröffnung des Kaiser-Wilhelm -Hains im Gebiet Kaiserbrunnen |
| 1913 | Sparkassenbau mit Villa Direktor Nieheimer Straße |
| 1914 | Katasterplan mit erheblicher Stadterweiterung und neuen Straßen |
| 1914 | Erster Weltkrieg 1914-18 (Mobilmachung am 01.08., 115 Opfer) |
| 1920 | Spvg. Brakel (Spielvereinigung, Fußball) |
| 1921 | Einführung von Straßennamen und Hausnummern in Brakel |
| 1923 | Die Inflation erreicht den Höhepunkt. Brakeler Notgeld wird seit 1921 ausgegeben. Zwei Scheine enthalten antisemitische Motive. |
| 1924 | Reiterverein RV Nethegau, zuerst Königsfeld, dann Klöckerstraße, dann Reithalle Pahenwinkel |
| 1925 | Bau der Stadthalle Am Schützenanger, der Kriegerehrung am Hanekamp, der Badeanstalt Hahnenhof (1928), Bau der Schule Brede mit dem Rundturm (1926) |
| 1927 | Schulbau Brede im Jugendstil, Oberlyzeum und Handelsschule |
| 1926 | Ehrenbürger Johannes Meyer (1843-1931: Kaufmann, Stadtverordneter, genannt Puppen-Meyer |
| 1928 | Bau der „Klammerfabrik“, Holzwaren in der Warburger Str. (heute Fa. Göbel und Aldi) |
| 1928 | Ende der 1885 gegründeten Zuckerfabrik. 1930 weitgehender Abbruch |
| 1929 | Große
1100-Jahrfeier der Stadt mit Festwoche, Umzug und Festspiel |
| 1930 | Ehrenbürger Beda Kleinschmidt (1867-1932, Franziskaner, Eggepater, Autor) |
| 1932 | Ehrenbürger Petrus Legge (1882-1951, Bischof von Meißen) |
| 1933 | Fackelzug der SA (NS-Kampforganisation) am 20.04. vom Bahnhof zum Markplatz am 30. Januar |
| 1933 | Boykott jüdischer Geschäfte und weitere Einschränkung und Verfolgung |
| 1934 | Brakeler der Erklärung der Ev. Kirchengemeinde (Pfr. Karl Pabst) als Dokument des Widerstands |
| 1936 | Fa. Becker, als Sperrholzfabrik gegründet auf dem eh. Gelände der Zuckerfabrik |
| 1936 | Die Kreissparkasse bezieht den Neubau mit feiner Innenausstattung und Gestaltung außen |
| 1937 | Bau des Katholischen Pfarrheims Heilige Seele (heute städt. Jugendfreizeiteinrichtung). Ein städt. Bau für die Jugend und von der NS-Partei vereinnahmt als Ort für die JH und BdM. Bald auch mit Flüchtlinge belegt. |
| 1938 | Reichpogromnacht am 9. Nov. mit Verwüstung der Synagoge und von jüdischen Wohn- und Geschäftshäusern |
| 1939 | Einweisung aller Juden in das Haus Am Markt 6 (eh. Haus Rothenberg) sowie Osth. Str. 14 (eh. jüd. Schule) und ‚Arisierung‘ des jüdischen Vermögens |
| 1939 | Zweiter Weltkrieg 1939-45 (Mobilmachung am 01.09., 302 Opfer in Brakel) |
| 1940 | Beginn der Luftangriffe in der Region Raum und Luftschutzmaßnahmen |
| 1941 | Stadtpfarrer Dechant Franz Grüne (1867-1944, Pfr. in Brakel 1922, wg. staatsfeindlicher Äußerungen verurteilt zu Gefängnis und Berufsverbot |
| 1942 | Deportation der in Brakel verblieben Juden in die Vernichtungslager |
| 1943 | Zunehmende Einquartierung von Personen aus dem Ruhrgebiet (nach Bombenangriffen) |
| 1943 | Der Bombenangriff auf Kassel im Oktober ist bis Brakel deutlich am Himmel zu sehen. Die Zerstörung ist sehr groß. Mehrere Flugzeuge stürzen ab oder werden abgeschossen. |
| 1945 | Fliegerangriff auf den Bahnhof Brakel am 22.02., 1 Toter. Granaten beim Einmarsch der US-Soldaten im April treffen einzelne Häuser in der Stadt. Es gibt 10 Ziviltote. |
| 1945 | Kampflose Übergabe der Stadt an US-Truppen |
| 1946 | Ostflüchtlinge (Vertriebene) erreichen in mehreren Transportzügen den Bahnhof Brakel und werden in der Stadthalle versorgt. |
| | Inflation |
| | Kriegerehrung (Denkmal, Reiter auf Sockel, von 1896 hierher verlegt), später abgebrochen. |
| 1948 | Währungsreform. Einführung der D-Mark |