Widerstand im Kreis Höxter
Die Widerstandsfälle in den beiden christlichen Kirchen in Brakel sind (hier) zu finden.
Darin sind vier Fälle von Priestern aus dem Kreis Höxter hinzugefügt, die ums Leben kamen und Märtyrer geworden sind.
Es gibt es auch Fälle für zivilen Ungehorsam im Kreis und sehr traurige Fälle mit Todesfolge:
- Beverungen: Theodor Roeingh
1882 – 1945 Bergen Belsen
Gutsbesitzer, Ministerialdirektor a. D. Als Zentrumspolitiker 1933 aus dem Amt entfernt ohne Pensionsansprüche. Wird dem Widerstandkreis nach dem Attentat von Graf Stauffenberg am 20. Juli 1944 zugerechnet und im KZ umgekommen.
Aus Höxter sind diese Fälle bekannt:
- Ernst Möse, Milchhändler
Er wird wegen „abträglichen Reden“ und „Abhören von Feindsendern“ denunziert und verhaftet. Er wird am 13.07.1940 zu fünf Jahren Haft verurteilt. Wegen Entkräftung stirbt er in Haft am 13.03.1945 an Altersschwäche. Er soll Warte gesagt haben: „Leute, seid vernünftig“ und Brauner Unfug“.
Darüber berichtet das WB-Zeitung v. 8./9.Mai 2025 mit dem Beitrag „Erinnerung an einen Höxteraner, der nicht mitlief“ von seinem Enkel Jürgen Knopf in Brakel.
- 1945 (am. 06.04.) Erschießung Bernhard Disse, Gastwirt aus Höxter, der den Wehrmachtssoldaten im Hause den Alkohol beschränken und sie zur Vernunft bringen wollte – zwei Tage vor dem Einmarsch der US-Truppen am 08.04.1945
Aus Warburg sind die beiden Widerstandskämpfer bekannt:
- Josef Wirmer (19- 1945. Jurist) Schüler des Marianums, in dem sein Vater Schulleiter war
(dem Kreis um Stauffenberg zugerechnet, der dem Vorsitzenden des Volksgerichtshofs, Roland Freisler, mutig Kontra gab)
- Wilhelm Emanuel Freiherr von Ketteler (1906-1938), Diplomat)
Schüler am Gymnasium Marianum
In Warburg findet jährlich eine Gedenkfeier statt: an der Wirmer-Gedächtnisleuchte auf dem Brüderkirchhof.
Mit Warburg verbunden ist auch der aus Detmold stammemde der jüdische Journalist
- Felix Fechenbach (1894-1938)
Journalist bei der Lipp. Volkzeitung und sozialdemokratischer Politiker. Er wurde als Landesverräter verurteilt und sollte in das KZ Dachau gebracht werden. Doch im Wald von Scherfede bei Warburg wurde er hinterrücks erschossen.
